Montag, 11. Februar 2013

Küchle - Faschingsgebäck





Isabell von Küchenplausch hat mich zu einem Faschings-Blogevent eingeladen. Da will ich hiermit natürlich gerne mitmachen.


Helau! Das Küchenplausch Karneval Event


Pünktlich zum Höhepunkt des Faschings kommt hier also schon wieder so ein Gebäck, das so viele unterschiedliche Namen hat....
Küchle, Auszogne (zu deutsch Ausgezogene), Krapfen, Kiacherl, Kiachl, Bauernkrapfen und noch etliche mehr.

Hier in Bayern ist das ein traditionelles Schmalzgebäck, welches gerne zu Karneval oder Kirchweih gebacken werden.

Zutaten für ca. 18-20 Stück:

500g helles glutenfreies Mehl (z.B. Mix B von Schär)
2 TL gemahlenen Flohsamenschalen
abgeriebene Schale von einer halben unbehandelten Zitrone
10g Trockenhefe oder 30g Frischhefe
250ml lauwarme Milch
70g flüssige Butter
60g Zucker
3 Eier

Fett oder Öl zum Ausbacken.
Puderzucker zum Bestäuben

Bei Verwendung von frischer Hefe:
Das Mehl und die gem. Flohsamenschalen in eine Schüssel geben und miteinander vermischen. Eine kleine Mulde bilden, die Hefe hineinbröckeln, mit einem TL Zucker und etwas Milch auflösen. Diesen Vorteig 20-30 Minuten zugedeckt gehen lassen. Dann die restlichen Zutaten dazugeben und gut miteinander verkneten.

Wenn ihr Trockenhefe verwendet:
Bei Trockenhefe kann man den Vorteig weglassen. Einfach alle Zutaten zusammen vermengen, gut durchkneten.


Nun den Teig dann 45 Minuten gehen lassen. Nochmals durchkneten. Gleichmäßige Mengen abnehmen und Kugeln daraus formen. Gut zudecken, damit die Kugeln nicht austrockenen (evtl. sogar leicht anfeuchten). Mindestens 30 Minuten gehen lassen, der Teig sollte schon deutlich aufgegangen sein.


In der Zwischenzeit das Fett erhitzen. Wer die Temperatur regeln bzw kontrollieren kann, sollte sie auf 170°C einstellen.

Die Küchle erst unmittelbar vor dem Ausbacken "Auziehen". Dazu drückt und zieht (vorsichtig!) ihr den Teig mit Euren Fingern in der Mitte flach und lasst außen einen Rand stehen. Der Teig sollte wirklich sehr sehr dünn gedrückt werden. Das wird vermutlich ein wenig Übung erfordern, damit der Teig nicht einreißt, aber es lohnt sich!

Die Küchle in das Fett geben und von beiden Seiten goldgelb ausbacken.

Auf einem Kuchengitter leicht abkühlen lassen oder auf ein Küchentuch legen, damit das überschüssige Fett aufgesaugt wird.

Wenn sie ganz ausgekühlt sind mit etwas Puderzucker bestäuben.







Na ist meinen fleißigen Bloglesern etwas aufgefallen?
Der Teig für die Krapfen ist fast identisch, bis auf die Zitronenschale. Ich teile den Grundteig daher gerne einfach in 2 gleiche Hälften und knete dann nur bei einer Hälfte den Zitronenabrieb ein. Somit hat man ohne großen Mehraufwand gleich 2 leckere Gebäcksorten.


Samstag, 2. Februar 2013

Krapfen, Berliner, und Co.

Dank Wikipedia kenne ich nun alle möglichen Bezeichnungen für dieses Gebäck. Der Grund für diese Recherche waren Freunde aus Berlin, die "unsere" Krapfen als Pfannkuchen bezeichnet haben. Darüber war ich erst etwas verwundert, denn Pfannkuchen haben hier in Bayern rein gar nichts mit Krapfen zu tun :)


Krapfen, Berliner, Pfannkuchen, Kreppel (oder auch Kräppel), Berliner Ballen, Berliner Pfannkuchen....
egal wie man sie nennen mag, eines ist sicher, sie sind unheimlich lecker, aber für Zölis oftmals schwer zu bekommen.

Zutaten für ca. 15-18 Stück:

500g helles glutenfreies Mehl (z.B. Mix B von Schär)
2 TL gemahlenen Flohsamen
10g Trockenhefe oder 30g Frischhefe
250ml lauwarme Milch
70g flüssige Butter
60g Zucker
3 Eier

Fett oder Öl zum Ausbacken.
Puderzucker zum Bestäuben (oder auch Kuchenglasur)
Und die gewünschte Füllung natürlich :)

Bei Verwendung von frischer Hefe:
Das Mehl und die gem. Flohsamenschalen in eine Schüssel geben und miteinander vermischen. Eine kleine Mulde bilden, die Hefe hineinbröckeln, mit einem TL Zucker und etwas Milch auflösen. Diesen Vorteig 20-30 Minuten zugedeckt gehen lassen. Dann die restlichen Zutaten dazugeben und gut miteinander verkneten.

Wenn ihr Trockenhefe verwendet:
Bei Trockenhefe kann man den Vorteig weglassen. Einfach alle Zutaten zusammen vermengen, gut durchkneten.





Nun den Teig dann 45 Minuten gehen lassen. Nochmals durchkneten. Gleichmäßige Mengen abnehmen und Kugeln daraus formen, leicht flach drücken. Gut zudecken, damit die Kugeln nicht austrockenen (evtl. sogar leicht anfeuchten). Mindestens 30 Minuten gehen lassen, der Teig sollte schon deutlich aufgegangen sein.

In der Zwischenzeit das Fett erhitzen. Wer die Temperatur regeln bzw kontrollieren kann, sollte sie auf 170°C einstellen.

Die Kugeln in das Fett geben und von beiden goldgelb ausbacken.


Ich habe gehört, dass man die Krapfen vorsichtig ins Fett geben soll, damit die Oberseite nicht mit dem Fett in Berührung kommt. So sollen die Krapfen besser aufgehen. Mir ist das bisher noch nie gelungen, obwohl ich schon oft Krapfen gebacken habe. Sie versinken immer kurz komplett im Fett , egal wie vorsichtig auch bin. Aber vielleicht seid ihr ja geschickter und es gelingt Euch :)


Auf einem Kuchengitter leicht abkühlen lassen oder auf ein Küchentuch legen, damit das überschüssige Fett aufgesaugt wird. Die Füllung aber noch einspritzen solange die Krapfen noch warm sind.
Wenn sie ganz ausgekühlt sind mit etwas Puderzucker bestäuben.


Kommen wir zu den Füllungen.
Traditionell verwendet man Marmelade, aber in den Bäckereien findet man mittlerweile alle möglichen Varianten.
Neben Marmelade ist die einfachste Füllung wohl Pudding, egal ob Schokolade oder Vanille. Ich verwende in der Zubereitung nur etwas weniger Milch, damit die Füllung etwas fester wird.

Für Erwachsene gibt es auch einige leckere alkoholische Kombinationen :
Vanille- oder Schokoladenpudding mit etwas Baileys oder Amarula verfeinern
Schokopudding mit Rum
Vanillepudding mit Eierlikör
Himbeermarmelade mit einem Schuss Himbeerschnaps
Pudding mit Amaretto und einigen gehackten Mandeln



Was ist Eure liebste Füllung? 






P.S. Ich friere immer einen Teil der Krapfen ein. Die Krapfen dafür trotzdem Füllen, aber den Puderzucker weglassen. Bei Zimmertemperatur auftauen lassen und vor dem servieren nochmal ganz kurz erwärmen (z.b. in der Mikrowelle 20-30 Sekunden), dann werden sie Krapfen wieder etwas lockerer.